Erwachsene Kinder suchtkranker Eltern

Quelle : https://www.livenet.ch

Sind Sie ein erwachsenes Kind aus einer alkoholkranken Familie ?

Haben Sie sich als Kind oft gefragt, warum der Storch Sie ausgerechnet in dieser Familie hat fallen lassen ? Sie haben sich bereits früh gefragt, was dass alles soll, wieso Sie sich so einsam und ungeliebt fühlen ? Sie konnten tun und lassen was Sie wollten, doch Ihr Schrei nach Liebe und Aufmerksamkeit hat nie jemand gehört ? Sie haben gelernt, dass man um Liebe kämpfen muss, diese niemals einfach so um Ihretwillen da ist ? Sie sind Experte in Gefühlen wie Wertlosigkeit, Minderwertigkeit und dem Gefühl nicht gut genug zu sein und sind gleichzeitig Laie in Gefühlen wie Vertrauen, Sicherheit, Verbundenheit und Leichtigkeit ? WUNDERBAR, denn Sie bringen alles mit um ein tiefes und erfülltes Leben zu führen ! 

Wissen Sie, dass Sie ein Goldschatz sind ?

Wahrscheinlich wissen Sie nichts von den Sieben Stärken der Suchtkinder, die durch das Aufwachsen in einer alkoholkranken Familie entwickelt wurden ? 


"Ich schaffe das" - Belastbarkeit. Als erwachsenes Kind einer alkoholkranken Familie sind Sie äußerst belastbar. Denn Sie haben gelernt besondere Belastungen zu tragen und zu bewältigen. Suchtkinder stemmen unglaubliche Leistungen. Oft sitzen erwachsene Kinder aus Suchtfamilien in der Beratung und beklagen sich darüber "grundlos geschafft und müde" zu sein, um dann erst auf explizites Nachfragen hin, aufzuzählen, was sie in den letzen Tagen für ein wahnsinniges Programm absolviert haben. 


"Ich gebe nicht auf" - Beharrlichkeit. Haben alle anderen bereits aufgegeben, glaubt ein erwachsenes Kind aus einer Suchtfamilie, dass einmal Vertrauen gefasst hat, an das unmögliche . Suchtkinder können die Zähne zusammenbeißen und auf vieles verzichten, um ein als sinnvoll und notwendig erkanntes Ziel zu erreichen. Mangel an sich kann diese Kinder nicht umwerfen - denn sie kennen ihn so gut. Sie leben nach dem Motto : "Geht nicht - gibts nicht". Suchtkinder können das Unmögliche möglich machen - ihr Wille ist ungebrochen. 


"Ich stehe zu dir" - Treue. Selbst unter schwierigsten Bedingungen geben Sie nicht auf. Insbesondere in schwierigen Beziehungskonstellationen geben Suchtkinder, wenn sie glauben, endlich den zu ihnen passenden Menschen gefunden zu haben, lange Zeit nicht auf. Sie sind ein äußerst treuer Wegbegleiter_in und sind durch ihr analytisches Gespür für Zusammenhänge und logischen Erklärungen ein wahrer Gewinn.


"Ich komme mit allen gut zurecht" - Soziale Kompetenzen. Suchtkinder lernen bereits früh, ihre Bedürfnisse außerhalb der Familie zu befriedigen. Sie lernen auf Menschen außerhalb ihrer Familie zuzugehen - um dort das zu bekommen, was sie zu Hause nicht erhalten haben.Sie lernen schnell, was Sie tun müssen, damit ein Gegenüber auf sie eingeht. 


"Ich kann mich gut in andere einfühlen" - Feinfühligkeit. Von klein auf, lernen Suchtkinder, in Sekundenschnelle Situationen einzuschätzen. Da das Zusammenleben in der Familie unberechenbar ist, sind diese Kinder früh zu kompetenten Menschenkennern geworden. Bei Kindern aus Suchtfamilien wurde diese Fähigkeit zum Ein- und Mitfühlen als Selbstschutzverfahren in der Krisenbegleitung in besonderem Maße ausgebildet.


"Ich bin schnell und flexibel" - Managerqualitäten.Wer in einer Suchtfamilie aufgewachsen ist, muss schnell und flexibel auf immer neue und andere Situationen reagieren. Nichts Unerwartetes bringt sie aus der Fassung - schließlich trainieren diese sie das von klein auf. Sie sind in der Lage, neue Situationen zu erfassen, die Lage exakt einzuschätzen um kurzfristig geeignete Lösungen zu finden und die Dinge in den Griff zu bekommen Oftmals entwickeln Suchtkinder zur Bewältigung ihrer Lebenssituation kreative Lösungen und sind künstlerisch begabt. 


"Um mich herum sind alle gut drauf" - Stimmungsexperten. Erwachsene Kinder aus suchtkranken Familien haben besondere Antennen für die Stimmungen ihrer Mitmenschen und können deren Befindlichkeit schnell erspüren. So wie sie oftmals viele Jahre lang versucht haben, die belastende Stimmung zu Hause aufzulockern, können Sie dies auch als Erwachsene für andere übernehmen.Sie sind eine große Quelle an Lebensfreude.



Die Schattenseiten

So gut es auch um viele Eigenschaften von Suchtkindern bestellt sein mag, so oft leiden sie trotzdem still und heimlich vor sich hin. Vergangenes ist nicht vergessen ! 


Gefühllosigkeit. Wenn die Gefühle in Suchtfamilien zu schwer und zu viel werden - gehen manche Suchtkinder in das Gefühl der Gefühllosigkeit über. Sie lernen, dass Gefühle offenbar weder angenehm noch irgendwie willkommen sind. Diese aus der Not entstandene Bewältigungsstrategie des "Nicht-mehr-fühlen", bewusst oder unbewusst entstanden, begleitet viele erwachsene Suchtkinder bis ins hohe Alter und zeigt große Wirkungen. Denn wer nicht mehr fühlt, bringt sich selbst und seinen Partner_in um einen zentralen Teil der Lebensqualität. Wer sich selbst nicht fühlt, fühlt in Konfliktsituationen auch seinen Partner_in nicht mehr und nimmt sich damit jede Chance auf eine zufriedenstellende und vertiefende Beziehungsgestaltung. 


Schuld. Wenn es ein Gefühl gibt, welches als typisch und zentral für die Beschreibung von Suchtkindern gibt, dann ist es das Erleben von Schuld. Wenn Kinder ihre Eltern in Not erleben, dann geben sie sich selbst die Schuld dafür. Auch wenn erwachsene Kinder vom Kopf her wissen, dass sie nicht schuld sind, nagt tief im Inneren unterschwellig die Schuldwunde weiter und lässt Suchtkinder oftmals Dinge tun, die für Außenstehende völlig unverständlich sind. 


Scham und Beschämung. Wenn wir über den Scham von Suchtkindern sprechen, sprechen wir oftmals von dem stellvertretenden Scham. Dieser stellvertretende Scham ist Suchtkindern in Fleisch und Blut übergegangen und wird als ihren eignen angesehen.Denn Kinder schämen sich stellvertretend für ihre suchtkranken Familienmitglieder. Sind Kinder diesem Scham über Jahre ausgesetzt schämen sie sich irgendwann "an sich und per se".


Angst. Wiederholte Krisen und das unberechenbare Verhalten des Suchtkranken lösen bei Suchtkindern oftmals Angst aus. Angst ist evolutionär gesehen ein Gefühl, das den Menschen schützen soll, indem es vor Gefahren warnt. Kinder aus Suchtfamilien sind oft in Daueralarm und haben täglich oder stündlich Angst, dass ihm nahestehende Personen gewalttätig werden oder es ganz alleine lassen. Dadurch verlieren diese Kinder bereits sehr früh an Urvertrauen und leiden auch später noch an maßiven Verlustängsten, die das ganze Leben bestimmen können. 


Sehnsucht. Die Sehnsucht ist ein oft wenig beachtetes Gefühl unter Suchtkindern. Sehnsucht, oft schmerzhaft erlebt und deshalb verdrängt, zeigt sich als maßgeblicher Motor, sich auf die Suche nach einem besseren Leben zu machen. Wonach sich ein Suchtkind sehnt ist ganz individuell. Diese Sehnsucht muss oftmals erst in der therapeutischen Arbeit wieder entdeckt werden. 



Auf der Suche nach einer besseren Zukunft ...

Erwachsene Kinder aus alkoholkranken Familien sind oft auf der Suche, nach einem Raum in dem Sie einfach nur da sein dürfen, geliebt und anerkannt werden. Dieser sichere Raum kann innerhalb der Beratung geschaffen werden, damit Sie sich von hieraus in eine bessere Zukunft bewegen können.. 


!! SIE SIND GROßARTIG, EINZIGARTIG UND WERTVOLL !! SIE VERDIENEN EIN LEBEN IN FÜLLE UND IN EINKLANG !!

Bestandteile der Beratung

Genogrammarbeit

Achtsamkeit

Lebensfluss

Würdigung der Balastung und Stärken

Externalisierung

Orientierung

Kreativität und Ausdruck

Offenheit und Öffnung

Keine Beziehung in Ihrem Leben ist so wichtig, wie die zu sich selbst.

Ich achte auf mich.

Ich schütze mich.

Ich würdige meine Belastung, ich würdige meine Stärken

Ich spüre den Boden, der mich trägt - ich finde meinen Standpunkt.

Ich öffne mich.

Ich drücke aus, was mich bewegt.

Ich öffne mein Herz und verbinde mich mit Menschen, die mir gut tun.